Veröffentlicht: 12.07.2026
· 7 Min. LesezeitMarketing-Audit-Checkliste: 15 Punkte, die jedes KMU alle 6 Monate prüfen sollte
Diese 15-Punkte-Checkliste deckt versteckte Probleme auf — von kaputtem Tracking bis fehlender AI-Sichtbarkeit. Kostenlos, sofort umsetzbar.
TL;DR: Ein Marketing-Audit alle 6 Monate ist keine Kür — es ist Hygiene. Unsere 15-Punkte-Checkliste deckt die häufigsten Probleme auf: von kaputtem Tracking (55 % Datenverlust) über veraltete Inhalte bis zur fehlenden AI-Sichtbarkeit. Ein E-Commerce-Unternehmen senkte seinen CPA um 35 % — allein durch Fixes, die ein Selbst-Audit aufgedeckt hat.
Ein Wiener E-Commerce-Unternehmen. €8K monatlicher Ad Spend. ROAS sah „okay” aus — 2,8×. Dann kam das Audit. Ergebnis: EMQ 3,2, kein CAPI, Consent Mode nicht aktiv, Cookie-Banner DSGVO-fehlerhaft, Google Business Profile seit 14 Monaten nicht aktualisiert. Fünf Probleme, fünf Fixes. Danach: CPA −35 %, ROAS 4,1×.
Das Unternehmen hatte kein Marketingproblem. Es hatte ein Diagnostikproblem. Es wusste nicht, was kaputt war.
Hier ist unser Hot Take: Wenn Sie Ihr Marketing nicht auditieren, hat Ihr Wettbewerber es bereits getan. Ein Audit ist kein Luxus — es ist Hygiene.
Warum sollte jedes KMU alle 6 Monate einen Marketing-Audit machen?
Digitales Marketing verändert sich schneller, als die meisten Unternehmen ihre Website aktualisieren. Consent Mode v2 wurde Pflicht, Chrome Privacy Sandbox verändert Tracking, Google Algorithm Updates verschieben Rankings, Meta ändert Kampagnenformate quartalsweise.
Was vor 6 Monaten funktioniert hat, kann heute kaputt sein — ohne dass Sie es merken. Ihr Dashboard zeigt grüne Zahlen, aber die realen Ergebnisse stimmen nicht. Der Audit ist der Reality-Check.
Die 15-Punkte-Marketing-Audit-Checkliste
1. Website-Ladezeit (Core Web Vitals)
Öffnen Sie PageSpeed Insights und testen Sie Ihre Startseite und Ihre wichtigste Landingpage. LCP unter 2,5 Sekunden? INP unter 200ms? CLS unter 0,1? Wenn nicht: Ihr SEO-Ranking und Ihre Conversion-Rate leiden. Google bestraft langsame Seiten — und Besucher verlassen sie.
2. Mobile Responsiveness
55–65 % des Traffics in Österreich kommt von Mobilgeräten. Testen Sie Ihre Website auf einem echten Smartphone — nicht nur im Desktop-Browser mit verkleinertem Fenster. Buttons klickbar? Text lesbar? Formulare ausfüllbar?
3. Google Business Profile Status
Ist Ihr GBP verifiziert, vollständig und aktuell? Stimmen Öffnungszeiten, Kategorien, Fotos? Wann war Ihr letzter Post? Wenn die Antwort „vor über 3 Monaten” ist, verlieren Sie Google-Maps-Sichtbarkeit. Guide: GBP für Wiener KMU.
4. Tracking-Setup (Pixel + CAPI)
Funktioniert Ihr Meta-Pixel? Ist CAPI aktiv? Feuern alle Events korrekt? Der häufigste Fund bei Audits: CAPI nicht aktiviert oder falsch konfiguriert. Das kostet 40–55 % Ihrer Conversion-Daten. Guide: CAPI vs. Pixel 2026.
5. Event Match Quality (EMQ)
Öffnen Sie den Meta Events Manager. Ihre EMQ sollte mindestens 7 sein. Unter 7 bedeutet: Meta bekommt nicht genug Daten, um effizient zu optimieren. Unter 5: Sie verbrennen Budget. Fix: CAPI-Setup-Anleitung.
6. Conversion-Rate Benchmark
Wie ist Ihre Website-Conversion-Rate? E-Commerce DACH-Benchmark: 2–3 %. Leadgen: 3–8 %. Unter dem Benchmark? Dann ist nicht Ihr Traffic das Problem, sondern Ihre Seite.
7. SEO-Sichtbarkeit
Prüfen Sie in Google Search Console: Wie viele Impressionen und Klicks bekommen Sie organisch? Trend steigend, stabil oder fallend? Welche Keywords bringen Traffic? Welche wichtigen Keywords fehlen?
8. Content-Aktualität
Wann haben Sie zuletzt einen Blogpost veröffentlicht? Wann wurden Ihre Leistungsseiten aktualisiert? Inhalte, die älter als 12 Monate sind, verlieren an SEO-Wert. Google bevorzugt frischen Content — und Ihre Besucher auch.
9. Wettbewerbsanalyse
Googeln Sie Ihre Top-3-Suchbegriffe. Wer steht über Ihnen? Was machen sie besser? Ein 15-minütiger Check Ihrer drei direkten Konkurrenten zeigt Lücken und Chancen, die Sie im Alltag übersehen.
10. Social-Media-Engagement
Nicht Follower-Zahlen — Engagement. Wie viele Likes, Kommentare, Shares bekommen Ihre Posts? Engagement-Rate unter 1 %? Dann erreichen Sie Ihre Follower nicht mehr. Zeit für eine Content-Strategie-Revision.
11. E-Mail-Marketing
Open Rate unter 20 %? CTR unter 2 %? Dann ist Ihre Liste veraltet, Ihre Betreffzeilen schwach oder Ihr Content irrelevant. E-Mail bleibt der Kanal mit dem höchsten ROI — aber nur, wenn er gepflegt wird.
12. CPA/ROAS Benchmarking
Vergleichen Sie Ihren CPA und ROAS mit Branchen-Benchmarks. E-Commerce DACH: CPA €20–35, ROAS 3–5×. Leadgen: CPL €15–50. Wenn Sie deutlich darüber liegen: Tracking, Targeting oder Creatives sind das Problem — nicht das Budget.
13. Datenschutz-Compliance (Cookie Banner, DSGVO)
Funktioniert Ihr Cookie-Banner korrekt? Ist Consent Mode v2 aktiv? Werden Daten erst nach Einwilligung gesendet? In Österreich drohen Bußgelder bis 4 % des Jahresumsatzes. Guide: Cookie-Banner-Audit Österreich.
14. Branchenverzeichnisse (NAP-Konsistenz)
Sind Ihre Daten in WKO, Herold.at, Google Business Profile identisch? NAP-Inkonsistenz ist einer der häufigsten — und am leichtesten behebbaren — lokalen SEO-Fehler. Guide: Branchenverzeichnisse Österreich.
15. AI-Sichtbarkeit
Wird Ihr Unternehmen in Perplexity, ChatGPT oder Google AI Overviews erwähnt? Suchen Sie „[Ihre Branche] + Wien” in Perplexity. Wenn Sie nicht auftauchen: Ihr Content ist nicht AI-optimiert. Guide: GEO-Leitfaden.
Was kostet ein professioneller Marketing-Audit?
| Audit-Typ | Umfang | Kosten | Für wen? |
|---|---|---|---|
| Selbst-Audit (diese Checkliste) | 15 Punkte, oberflächlich | Kostenlos | KMU, die einen ersten Überblick wollen |
| Freelancer-Audit | 15–25 Punkte, mit Tools | €500–1.500 | KMU mit spezifischen Problemen |
| Agentur-Audit | 30+ Punkte, mit Strategie-Empfehlung | €2.000–5.000 | Unternehmen mit €5K+ Ad Spend |
| Kostenloses Tracking-Audit (CE) | Punkte 4–5 (Pixel, CAPI, EMQ) | Kostenlos | Jeder mit Meta/Google Ads |
Punkte 4 und 5 (Tracking + EMQ) prüfen wir kostenlos in unserem 30-Minuten-Tracking-Audit. Keine Folienschlacht, keine Bindung — nur eine ehrliche Diagnose Ihres Tracking-Setups.
Key Takeaway: Ein Wiener E-Commerce-Unternehmen senkte seinen CPA um 35 % — allein durch Fixes, die ein Selbst-Audit aufgedeckt hat: EMQ von 3,2 auf 7,8, CAPI aktiviert, Consent Mode konfiguriert. Kein zusätzliches Budget, keine neuen Kampagnen — nur bessere Infrastruktur (Quelle: Canem Errant, 2026).
Was können Sie diese Woche konkret tun?
1. Punkte 4–5 in 10 Minuten prüfen. Öffnen Sie den Meta Events Manager. Wie hoch ist Ihre EMQ? Ist CAPI aktiv? Wenn die EMQ unter 7 liegt, ist das Ihr dringendster Fix — und unser kostenloses Tracking-Audit zeigt Ihnen genau, was fehlt.
2. NAP in 15 Minuten checken. Googeln Sie Ihren Firmennamen. Stimmen Name, Adresse, Telefon auf den ersten 5 Ergebnissen überein? Jede Abweichung: sofort korrigieren.
3. Core Web Vitals in 5 Minuten testen. Öffnen Sie PageSpeed Insights, testen Sie Ihre Startseite. Rot bei LCP oder CLS? Das ist ein sofort behebbares Problem mit direkter Auswirkung auf Conversion-Rate und SEO-Ranking.
Für eine umfassende Kosteneinschätzung: Performance Marketing Agentur Kosten 2026.
Bottom Line: Ein 15-Punkte-Marketing-Audit kostet 60–90 Minuten Ihrer Zeit und deckt Probleme auf, die Sie Tausende Euro pro Monat kosten. Die häufigsten Funde: kaputtes Tracking (EMQ < 5), fehlende CAPI, veraltetes GBP und DSGVO-fehlerhafte Cookie-Banner. Ein Wiener E-Commerce senkte seinen CPA um 35 % — nur durch die Fixes aus dem Audit (Quelle: Canem Errant, 2026).
Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollte ich einen Marketing-Audit machen?
Alle 6 Monate als Minimum. Nach jedem großen Google-Update, nach Plattformänderungen (z. B. Consent Mode v2 Pflicht), nach einem Website-Relaunch oder nach einem Agenturwechsel — sofort. Die 15-Punkte-Checkliste dauert 60–90 Minuten. Der ROI dieser Zeit ist typischerweise 10–50× in den folgenden Monaten.
Kann ich den Audit selbst machen oder brauche ich eine Agentur?
Die 15-Punkte-Checkliste können Sie selbst durchgehen — dafür ist sie gemacht. Für tiefere technische Punkte (CAPI-Konfiguration, Event Deduplication, Consent-Mode-Implementierung) empfehlen wir professionelle Hilfe. Unser kostenloses Tracking-Audit deckt genau diese technischen Punkte ab.
Was ist der häufigste Fund bei Marketing-Audits?
Tracking-Probleme. Bei 70 % der KMU, die wir auditieren, liegt die Event Match Quality unter 6. Das bedeutet: Meta und Google bekommen nicht genug Daten, um effizient zu optimieren. Der zweithäufigste Fund: veraltete Google Business Profile (keine Posts seit 6+ Monaten, falsche Öffnungszeiten).
Wie messe ich den ROI meines Marketing-Audits?
Notieren Sie vor dem Audit Ihre Key Metrics: CPA, ROAS, EMQ, organischer Traffic, Google Maps Ranking. Implementieren Sie die Fixes. Vergleichen Sie nach 4 Wochen. Bei unseren Kunden liegt die durchschnittliche CPA-Verbesserung nach einem Audit bei 20–35 %.
Was ist AI-Sichtbarkeit und warum ist sie im Audit?
AI-Suchmaschinen wie Perplexity und ChatGPT generieren zunehmend Geschäftsempfehlungen. Wenn Ihr Unternehmen in diesen Antworten nicht vorkommt, verpassen Sie einen wachsenden Kanal. AI-Sichtbarkeit hängt von strukturiertem Content, Verzeichniseinträgen und Brand-Entity-Signalen ab — alles Punkte, die ein Audit aufdeckt.
Punkte 4–5 prüfen wir kostenlos in unserem 30-Minuten-Tracking-Audit. Keine Folienschlacht, keine Verkaufsgespräche — nur Klartext und konkrete Empfehlungen. Kostenloses Audit anfragen →
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